Beginn der Feierlichkeiten

Ich melde mich mal wieder aus Santiago de Chile.

Seit meinem letzten Eintrag habe ich vor allem gearbeitet. Mit meinen Kindern (so sagen wir Freiwilligen das immer, wenn wir von den Kindern aus unserer Sala sprechen) werde ich von Tag zu Tag vertrauter. Bei einigen erkennt man schon so manchen spezifischen Charakterzug. Seit letzter Woche Mittwoch laufen bei uns in der Sala Cuna schon die Festagsvorbereitungen bzw die Feier für den 18. An diesem Datum feiern die Chilenen ihren Nationalfeiertag. Doch ist das hier etwas komplett anderes als in Deutschland! Die „regulären“ Festtage beginnen am 18. und enden am 21. Da diese Tage allerdings auch frei sind, wurde in der Kinderkrippe eben schon ein paar Tage früher damit begonnen.
Feierlichkeiten in der Sala Cuna bedeutet dann im Endeffekt, dass es sowohl morgens gegen 10 halb 11 als auch Nachmittags gegen 16 Uhr eine spezielle Überraschung gibt. Diese waren zum Beispiel: traditionelle Tänze der Tias, der Kinder, von den Tias und uns Freiwilligen oder auch von einigen Müttern der Kinder; ein Mal konnte wir aus den verschiedenen Ecken Chiles Spezialitäten probieren, es gab eine Geschichte die auf Leinwand den Kindern gezeigt wurde, es wurde über Traditionen und Gewohnheiten der Chilenen gesprochen.

Typisches Essen vom Süden Chiles

Typisches Essen vom Süden Chiles

Typisches Essen der Osterinsel

Typisches Essen der Osterinsel

Typisches Essen des Nordens Chile

Typisches Essen des Nordens Chile

Den Kindern werden traditionelle Spiele vorgestellt

Den Kindern werden traditionelle Spiele vorgestellt

Susi und ich

Susi und ich

Kinder in traditioneller Kleidung

Kinder in traditioneller Kleidung

Kinder in traditioneller Kleidung

Kinder in traditioneller Kleidung

Tanz der Mütter

Tanz der Mütter

Ab morgen werden wir dann die Party im Estado de Ricoleta erleben. Das wird bestimmt auch interessant! Mit viel Musik, Essen und Tanz!

Was sonst noch so los war:
Letzte Woche Dienstag waren wir in einer Mall, ca. 10 Minuten mit dem Bus von unserem Zuhause weg. Die Unterschiede zwischen dem Bankenviertel und unserem Armenviertel waren gigantisch und beeindruckend. Eine Sache war zum Beispiel die Beleuchtung. Durch die vielen Geschäfte, die hellen Strassenlaternen und die Autos erschien alles viel sicherer. Später als wir dann wieder nach Huechuraba kamen, ist uns erst aufgefallen wie dunkel es doch bei uns abends so ist! Wir waren in der Mall in dem sogenannten Jumbo. Das ist ein Supermarkt, der billig und viel Auswahl hat. Es gab dort sogar deutsches Vollkornbrot. Da konnten wir nicht widerstehen.
Ein witziger Unterschied war auch der Bus. Erstens haben sich die Leute an der Haltestelle in einer Schlange angestellt. Das erschien uns doch etwas zu geordnet. Und zweitens war es ganz still im Bus, da keine Fenster aneinander geschlagen haben und er nicht gequietscht hat, als würde er gleich auseinanderfallen. Aber Busfahren in Chile ist sowieso ein Thema für sich.

Wir hatten ausserdem letzte Woche noch Reunión mit allen Voluntarios. Wir haben uns im Consultorio getroffen und dort eine Führung bekommen. Das ist das Gesundheitszentrum, dass von Cristo Vive gegründet wurde. Es liegt in Recoleta. Die Patienten können sich und ihre Familie einschreiben. Ich glaube sie müssen nur in dem Gebiet wohnen, um sich einschreiben zu können. Alle diejenigen die dort registriert sind werden kostenlos behandelt. Das Consultorio arbeitet mit normalen Mitarbeitern, Helfern aus der Universidad de Chile und Freiwilligen zusammen. Finanziert wird es zu einem Teil vom Staat und der Rest wird durch Spendengelder finanziert.
Ich weiss leider nicht mehr alle Details. Ihr könnt, falls es euch interessiert, aber sicher auch nochmal auf der Internetseite von Cristo Vive Informationen nachlesen.

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