Nationalpark und Feliz Compleaños

Hallo nach Deutschland und den Rest der Welt!

Mein letzter Beitrag ist nun verhältnismässig schon etwas her, da gibt es natürlich Einiges zu erzählen:

Letzte Woche waren einige Freiwillige und ich in einem Nationalpark innerhalb von Santiago de Chile in dem Viertel „La Reina“. In diesem Viertel wohnt auch die Präsidentin Michelle Bachelet. Natürlich ist dort alles auch dementsprechend wohlhabend. Der Unterschied zwischen La Reina und Huechuraba ist enorm. Vielleicht fragt ihr euch, wieso ich noch keine Bilder von meinem Viertel reingestellt habe. Mir ist es meistens eher unangenehm mit einer Kamera in einem Armenviertel herumzulaufen. Aber ich bekomme es bestimmt mal hin ein paar Fotos zu schiessen

Strasse in La Reina

Strasse in La Reina

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Hausbeschriftung in La Reina

Hausbeschriftung in La Reina

Hauseinfahrt

Hauseinfahrt

Die Berge über Santiago

Die Berge über Santiago

Der Nationalpark hat eine Wandertour von 6 km angeboten. Es tat uns allen richtig gut in der Natur zu sein. Viele von uns haben gerade eine Erkältung. Die Mischung aus viel Smog, trockener Luft und den kranken Kindern macht uns die Genesung leider nicht einfacher. Wegen dem Smog konnte wir auch nur wenig von Santiago sehen. Diese 2 Stunden, die wir rumgelaufen sind haben natürlich für meinen ersten Sonnenbrand in Chile ausgreicht.
Vielleicht gehen wir bald nochmal in den Park um eine grössere Tour zu machen, bei der man auch Wasserfälle bewundern kann.

Versmogtes Santiago

Versmogtes Santiago

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Sarah und ich

Sarah und ich

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Verena und ich

Die Anden

Die Anden

Der Wanderweg

Der Wanderweg

Ein Copihue, die Nationalblume Chiles

Ein Copihue, die Nationalblume Chiles

Meine WG (von rechts) Verena, Antonia, ich, Victoria

Meine WG (von rechts) Verena, Antonia, ich, Victoria

Letzte Woche war ich ausserdem mit Antonia in der sogenannten Residencia. Das ist eine Art Heim in dem Menschen, die auf der Strasse gelebt haben, einen Platz zum Schlafen und Essen bekommen können. Es besteht aus zwei Büros für die Mitarbeiter, 4 Schlafsälen, einem Aufenthaltsraum, einem Raum mit Fernseher, einem grossen Esszimmer und einem Innenhof. Dieses Heim wird sowohl von der Fondacion, als auch vom Staat finanziell unterstützt. Interessant ist dabei, dass sich die Bewohner zuerst mit einem Vorstellungsgespräch für einen Platz in dem Heim bewerben müssen. Fast alle haben einen Job, meistens als Portiero, also als Aufpasser für grössere Gelände. Oder verkaufen Sachen in der U-Bahn etc. Viele haben Alkohol oder Drogenprobleme. Man versucht sie natürlich dazu zu bringen eine Therapie zu machen (es gibt von der Fondacion auch ein Drogenrehabitilationszentrum) aber oftmals ist das sehr schwierig.
Wir waren da und haben uns mit den Bewohnern unterhalten, haben mitgekocht und mitgegessen. Für uns war es einerseits interessant, dass wir schon gleich ganze Lebensgeschichten erzählt bekomme haben und andererseits wie offen und nett die Leute doch waren. Wir gehen jetzt wahrscheinlich alle zwei Wochen hin, um die Arbeit dort zu unterstützten.

Am letzten Freitag hatte ich Geburtstag und bin 20 Jahre alt geworden. Leider gibt es in Chile keinen Feiertag am Tag der Deutschen Einheit, deshalb musste ich natürlich arbeiten. Sowohl meine WG als auch meine Mitfreiwillige aus der Sala Cuna haben mir Kuchen gebacken und abends haben wir eine grosse Party geschmissen. Vicki hat am 4. Oktober Geburtstag, da hat das ganz gut gepasst. Unsere Feier haben wir unter das Motto „Hippie“ gestellt und waren fast alle verkleidet. Sogar einige Tias sind gekommen, um mitzufeiern. Natürlich ist so ein Geburtstag nicht so wie Zuhause, aber wir haben das Beste draus gemacht!

Meine Hippie Verkeidung

Meine Hippie Verkeidung

Meine Tias und wir drei, die in der Sala Cuna zusammen arbeiten

Meine Tias und wir 3 die in der Sala Cuna zusammen arbeiten

Susi, die mir meinen Arbeitstag versüsst hat und ich

Susi, die mir meinen Arbeitstag versüsst hat und ich

Einige Volontarios im Hippie Outfit

Einige Volontarios im Hippie Outfit

Was es sonst noch so zu erzählen gibt:
Ich gehe jetzt jede Woche 2 Mal ins Basketballtraining in der Turnhalle bei uns in Huechuraba. Das macht erstens ganz schön viel Spass, zweitens lernt man dort Leute in unserem Alter kennen und drittens mache ich endlich wieder Sport. So langsam bekomme ich hier einen richtigen Alltagsrhythmus. Ich versuche nurnoch einen Chor oder etwas Ähnliches zu finden, um noch ein wenig Musik zu machen.

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