Feliz Navidad y Feliz Año Nuevo

Ich wünsche euch allen etwas verspätet Frohe Weihnachten und ein Frohes Neues Jahr 2015!
Bei euch wurde bestimmt in warmen Decken und auf Schnee gefeiert und geböllert, bei mir war das ein wenig anders.

Leckere selbstgemachte Nussecken

Leckere selbstgemachte Nussecken

Am 24. Dezember musste ich halbtags arbeiten und kam erst gegen 13:30 Uhr nach Hause. Nachdem wir unser Wohnzimmer ein wenig hergerichtet haben, mit stilechtem Plastikweihnachtsbaum und angerichtetem Plätzchenteller, haben wir gekocht. Wir sind in dem Fall meine WG und ein Freiwilliger, Roman, der mit uns gefeiert hat, weil seine WG am 24. in alle Richtungen verstreut war. Wir haben alles rausgeholt was nur so ging und haben ein 3 Gänge Menu mit mehr und weniger gelungeneren Gerichten auf die Beine gestellt. Danach haben wir uns noch unsere Wichtelgeschenke übergeben und sind daraufhin zur Kirche von Schwester Karoline gegangen. Der Gottesdienst war anders aber schön. Ein lustiges Detail ist mir beim Krippenspiel aufgefallen, einer der „Heiligen drei Könige“ hatte, passend zu seinem aufwändig verziehrten Gewand, Flipflops an. Das hat mich dann doch etwas zum Schmunzeln gebracht. Nach der Kirche sind wir noch ein wenig geblieben und später in ein anderes Freiwilligenhaus gegangen um dort, sozusagen alternativ, zu feiern.
Es war auf jeden Fall ein sehr schöner Abend, doch so wirklich weihnachtlich hat sich das nicht angefühlt. Das tolle war natürlich mit diesem komischen Bauchgefühl nicht alleine zu sein.
Am ersten Weihnachtsfeiertag habe ich dann auch mit einem grösseren Teil meine Familie geskypt, das war super! Der zweite Weihnachtsfeiertag ist hier in Chile kein Feiertag, deshalb musste ich dann wieder arbeiten.

Unser Plastikweihnachtsbaum

Unser Plastikweihnachtsbaum

Die Weihnachtsgesellschaft

Die Weihnachtsgesellschaft

Vorspeise

Vorspeise

Ein Teil der Hauptspeise

Ein Teil der Hauptspeise

Der etwas missglückte Nachtisch

Der etwas missglückte Nachtisch

Krippe in der Kirche

Krippe in der Kirche

Kinderchor

Kinderchor

Silvester habe ich in Santiago verbacht. Einige Voluntarios haben sich am Abend in einem Freiwilligenhaus getroffen und wir haben completos gegessen. Das sind sozusagen Chilenische Hotdogs. Ein traditionelles completo besteht aus einem Brötchen, einer Wurst, Avokadocreme, Tomaten, Sauerkraut, Ketchup und Mayo. Wir haben das alles noch mit verschiedenen anderen Zutaten variiert und ausgeschmückt . Gegen 21 Uhr sind wir dann in die Innenstadt zum sogenannten Torre Entel gefahren. Das ist ein grosses Hochhaus von dem aus mehrere grosse Hauptstrasse abgehen. Davor versammeln sich die Menschen, es gibt Musik, eine Bühne mit einer Show und es gehen die ganze Zeit Verkäufer von Essen, Getränken, Luftballons, Konfetti,…durch die Menge. Ich fand das ähnelte der grossen Silvesterparty in New York, in abgewandelter Form. Um Mitternacht gab es ein wunderschönes und grosses Feuerwerk. In Chile darf man nicht selbst böllern. Hier sind sogar Wunderkerzen nur auf dem Schwarzmarkt zu erwerben.
Nach dem grossen Feuerwerk und viel hin und her, wollten wir im Viertel Bella Vista noch tanzen gehen. Leider waren alle Diskotheken so teuer, dass wir uns schliesslich dagegen entschieden haben. Nachdem wir unglaublich viel Zeit gebraucht haben wieder zurück zum Freiwilligenhaus zu kommen, da kaum Taxis und fast keine Busse dahin gefahren sind, war die Party relativ schnell zuende.

Torre Entel

Torre Entel

Meine WG

Meine WG

Gruppenbild

Fast alle Feiergäste

Einer der vielen Luftballonverkäufer

Einer der vielen Luftballonverkäufer

Was sonst noch so war:
Am Wochenende vom 27.Dezember habe ich an einem Samstag in einem Lider (das ist hier eine Supermarktkette) eine Milch promotet. Dazu muss ich euch erst einmal erklären warum ich das gemacht habe. „Late“ ist eine Firma die Milchprodukte herstellt und es sich zur Aufgabe macht ihren Gewinn an Organisationen zu spenden. Cristo Vive hat mit „Late“ ausgehandelt, dass wenn sie einige freiwillige Helfer zum verbreiten der Milch stellen, einen Anteil von den Einnahmen bekommen. Es gab einige Voluntarios die sich freiwillig gemeldet haben an einem Samstag oder Sonntag sich 3 1/2 Stunden in einen Supermarkt zu stellen und den Leuten diese Milch schmackhaft zu machen. An sich eine lustige Sache. Ich war in Vitacura, einem wohlhabenderen Viertel, und habe von morgens um 10 bis um 13:30Uhr die Leute in der Milchabteilung angesprochen, ob sie nicht dieses Mal eine andere Milch kaufen möchten, die viel toller und zudem auch noch sozial ist. Letzendlich habe ich es auf 8 verkaufte Milch geschafft.

Hier sind noch zwei, drei Bilder von meinem Zimmer. Mir ist aufgefallen, dass ich euch noch garkeine von meinem neueren Zimmer gezeigt habe.

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Jetzt bleibt mir noch der Januar und dann geht es ab in die Ferien. Im Februar sind alle Einrichtungen geschlossen und ich habe 10 Tage Urlaub genommen. Ich freue mich schon sehr auf meine Reise in den Süden Chiles.

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